Elektrosmog

Elektrosmog

Die amerikanischen Wissenschaftler Wertheim und Leeper führten 1979 die erste kontrollierte Studie auf dem Sektor "Elektrobelastungs-Krebs" durch. Untersucht wurden Krebstodesfälle aus dem Gebiet Denver/Colorado aus den Jahren 1950-1973.
Das Ergebnis: Personen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen lebten, erkrankten doppelt so häufig an Krebs wie Personen, die dieser Elektrobelastung nicht ausgesetzt waren. Es gibt inzwischen eine Anzahl von ernst zu nehmenden, wissenschaftlich fundierten Studien, die klar aufzeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Elektrobelastung und Krankheiten gibt.

Diese Symptome können einen Hinweis auf Belastung mit Elektrosmog geben:
Hier sind an erster Stelle Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Erkrankungen des Nervensystems, Zellveränderungen und sogar Krebs zu nennen.

Elektrische Wechselfelder:

Elektrische Wechselfelder entstehen durch Stromfluss, beispielsweise an Kabeln. Auch wenn elektrische Geräte ausgeschaltet sind, bleibt das Wechselfeld bestehen. Mit Sicherheit haben Sie schon einmal bemerkt, dass der Fernseher brummt, obwohl er ausgeschaltet ist, oder die Stereoanlage leise weiter surrt, obwohl Sie den Off-Schalter gedrückt haben. Hier fließt der Strom trotz abgeschalter Geräte, weil wir einen Kontakt zwischen mehreren Leitern feststellen können.

Die Felder im Raum werden mit speziellen Messgeräten in Volt pro Meter (V/m) gemessen. Die Körperspannung in Millivolt lässt sich mit einem ganz normalen Multimeter messen. Spannungen von 2.000 bis 6.000 Millivolt sind im täglichen Wohnumfeld nicht selten. Gesund wären 0 Millivolt. Nach meinen Messerfahrungen sind einige 1.000 mV realistisch. Noch einmal zum Vergleich: Eine Nervenzelle reagiert bereits bei einer Reizung von 15mV. 

Magnetische Wechselfelder:

Die magnetischen Wechselfelder entstehen überall, wenn Strom verbraucht wird. Höhere Werte kann man z.B. bei elektrischen Geräten wie Stereoanlagen, Radioweckern und Mobiltelefonen messen.
Auch Hochspannungsleitungen, Trafostationen und Umspannwerke können unser Nervensystem je nach Größe des Feldes durch die Entstehung von magnetischen Feldern beeinflussen.
Ob Beton, Kunststoff, Holz oder unser menschlicher Körper: Unbemerkt können sich magnetische Wechselfelder ausbreiten und die Materien durchdringen und ggf. zum schädlichen Gesundheitsrisiko werden.

Elektrische Gleichfelder:

Mit Sicherheit hat es Sie auch schon einmal erwischt: Ein "Stromschlag" von elektrostatisch aufgeladenen Materialien. Ob das Geländer der Rolltreppe im Kaufhaus, synthetische Kunststoffe aller Art oder die Oberflächen von TV-Geräten und Computermonitoren: Misst man diese Spannungen, entpuppen sich bei den meisten Hausuntersuchungen Oberflächenspannungen mit Werten von bis zu 10.000 Volt. Gerade für Kleinkinder bergen diese Spannungen Risiken, da sie von Staubpartikeln wie von Magneten angezogen werden und sich auf Kuscheltieren, Bettwäsche und Kleidung absetzen können.

Magnetische Gleichfelder:

Alle Lebewesen waren schon immer dem homogenen Erdmagnetfeld ausgeliefert. Dieses Erdmagnetfeld ist aber ein gleichmäßiges Nord-Süd-Feld ohne große Schwankungen. Jede Zelle unseres Körpers ist seit Urzeiten danach ausgerichtet. Wenn nun ein kleines künstliches Magnetfeld auf einige Zellen einwirkt, wird diese gemeinsame Ausrichtung der Körperzellen auf das Erdmagnetfeld gestört. Ursachen für diese Störungen sind magnetische Gleichfelder oder kurz "Magnetfelder" in unserem unmittelbaren Lebensumfeld. Diese werden meist erzeugt durch Gleichstrom oder durch Magnete. Metallteile im Bett wie Federkerne einer Matratze oder sogar das Bettgestell selbst können sich magnetisieren. Stahlträger im Beton, Metallrahmen in der Wand können genauso wie Heizkörper magnetische Gleichfelder erzeugen.

Magnetfelder erkennen

Ein einfacher Kompasstest kann Abweichungen vom normalen Erdmagnetfeld anzeigen. Jede Abweichung von mehr als 2° ist auf Dauer als kritisch zu betrachten. Ich habe schon Kompassabweichungen von 180° oder sogar rotierende Kompassnadeln vorgefunden.

Hochfrequenz:

Wo elektrische- und magnetische Wechselfelder verschmelzen, spricht man von elektromagnetischen Wellen. Deren Frequenz liegt über 30.000 Hz; diese elektrische Energie ist nicht mehr an einen Träger gebunden. Bei elektromagnetischen Wellen unterscheiden wir zwischen analogen Funkwellen, die gleichmäßig sind, und den digitalen Wellen, die pulsartig getaktet sind. Bestes Beispiel sind die Mobilfunkwellen, die in 217 Impulsen pro Sekunde gesendet werden.

Hochfrequente, elektromagnetische Wellen werden vom Hirn als Stress wahrgenommen. Beim Telefonieren dringen sie tief ins Gehirn ein. EEG-Messungen zeigen, dass sie Hirnströme deutlich verändern und die Blut-Hirn-Schranke öffnen, die normalerweise geschlossen ist. Hochfrequente elektromagnetische Wellen stehen im Verdacht, für das vermehrte Auftreten von Krankheiten wie Alzheimer, Demenz, Multiple Sklerose und Parkinson verantwortlich zu sein.

Zu den wichtigsten Verursachern hochfrequenter elektromagnetischer Wellen im Alltag zählen Schnurlostelefone nach DECT-Standard, das Handy mit den dazugehörigen Sendemasten, aber auch schnurlose Netzwerktechnologien wie Bluetooth und WLAN und sogar das kabellose Babyfon neben dem Kinderbett.

Wo wir die Verursacher kennen, sollten wir sie zumindest in der Nacht ausschalten. Wo das nicht möglich ist, sollten Sie die Wellen sinnvoll abschirmen, um zumindest in der Nacht vor ihnen Ihre Ruhe zu haben. 

 

Themen, die Sie interessieren könnten:

Ursachen bekämpfen.     Beratung pauschal.